DIY: Nachtkästchen aus Treibholz

Den Spaziergang an der Donau für immer in Erinnerung behalten? Absolut kein Problem mit diesem Nachtkästchen. Frisch gefischt wie Fischers Fritzes Fische!

Das Tolle an Treibholz?
Es sieht nicht nur gut aus, sondern hat – wenn man es frisch aus dem Wasser fischt – auch keine Holzwürmer, die Boden oder andere Möbel anfallen können. Zu hause ist es auf jeden Fall ratsam das Holz noch ein paar Tage ordentlich trocknen zu lassen, bevor es verarbeitet wird.

Was ihr übrigens mit dem Rest-Treibholz machen könnt, seht ihr hier.

Material

  • Treibholz
  • Holzplatte (1,5 cm dick, Größe – nach belieben)
  • Holzplatte (3 mm dick) als Ladenblende
  • Holzkistchen (als Lade)
  • Leiste & Ladenführung (im Baumarkt erhältlich)
  • weißen Acryllack auf Wasserbasis
  • Klarlack auf Wasserbasis
  • Senkkopfschrauben ODER Holzdübel für die Füße
  • kurze Senkkopfschrauben
  • Seife (Stück)
  • Holzleim
  • Holzkitt

Werkzeug

 

  • Pinsel
  • Akku-Bohrer
  • Stichsäge
  • Schraubzwingen
  • Schleifpapier (grobkörnig und feinkörnig)

Los geht’s!

Tischplatten & Beine machen
Schneidet die dicke Holzplatte in der Größe zu, die gebraucht wird, schleift die Kanten ab und lackiert die gesamte Platte zweimal weiß. Vier Treibhölzer aussuchen und auf die gewünschte Länge schneiden. Dabei darauf achten, dass die Fläche im 90 Grad Winkel am Boden steht (unten dazu mehr).
Beine befestigen
Es gibt zwei Varianten – entweder die Treibholz-Füße werden durch die Platte angebohrt, die Schraube verkittet und überlackiert (Nachteil beschreiben wir unten) oder ihr bohrt in die Fuße Löcher in denen ihr Holzdübel steckt und diese mit der Platte noch zusätzlich verleimt werden. Dazu muss der Dübel absolut gerade eingesetzt werden, sonst ist der Fuß schief!

Lade bauen
Nun widmen wir uns der Lade, die erstmal weiß gestrichen wird. Ebenso das dünne Holz, das als Blende verwendet wird. Auf der Seite der Lade werden die Ladenführungen angebracht. Dazu wird die Leiste mit deutlichem Überstand nach hinten (siehe Foto) angebohrt. Grund: Die Leiste garantiert auch beim Ausziehen der Lade, dass sie nicht nach vorne runterkippt.

Die Lade und die Blende mit Holzleim verbinden und mit den Schraubzwingen stabilisieren bis der Leim ausgehärtet ist. Damit es hier zu keinen unschönen Druckstellen am weichen Holz kommt unbedingt ein anderes Holzstück noch dazwischen klemmen, damit der Druck verteilt wird und der Lack keinen Schaden bekommt! Der Lack darf auch nicht zu frisch sein, sonst verklebt er sich mit der Schraubzwinge bzw. dem Zwischenholz.

 

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Lade einsetzen
Die Holzleiste nun auf der Unterseite der Tischplatte anbohren. Darauf achten, dass die Schrauben kurz genug sind, um nicht die Platte zu durchbohren! Besser mehrere Schrauben setzen, so verteilt sich das Gewicht der Lade am besten. Die Leiste auf der Innenseite mit einem Stück Seife “anseifen”, damit die Lade ohne Quietschen und Ruckeln herausgezogen werden kann.

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Tipp1. Immer wenn bei lackiertem Holz etwas schief geht, kann man die Stelle großflächig ausschleifen (nicht zu sehr, damit keine Delle entsteht!) und dann noch einmal dünn überlackieren.
2. Im Baumarkt gibt es Laden aus unbehandeltem Holz, die sich perfekt für ein solches DIY eignen. Laden selber zu machen, ist aufwendig und hätte in diesem Fall bestimmt so lange gedauert, wie der Rest.

 

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Die Fehler

Was nicht absehbar war:
Wir haben von oben die Beine angeschraubt und den Schraubkopf mit einem Holzkitt verkittet, dann diesen auf eine Fläche mit der Platte abgeschliffen und noch einmal überlackiert – mit weißem Lack und Klarlack. Das hat nichts gebracht, denn durch die vielen Bewegungen, die das Tischchen ständig mitmacht (Lade auf, Lade zu etc.) arbeitet sich die Schraube wieder durch und ist nach einem Jahr wieder sichtbar.

Lösung: Holzdübel in die Tischbeine und diese noch zusätzlich mit der Platte verleimen. Dauert länger, braucht viel Präzision, ist aber auf jeden Fall die elegantere Variante.

Was absehbar war:
Die Beine (gleich vier Stück auf einmal!) bei einem so stark gekrümmten Holz richtig abzuschneiden ist ein Lottospiel. Die Standfläche muss im gleichen Winkel sein und so die Krümmung gegenseitig ausgleichen. Wie Opa schon sagte „Zweimal abgeschnitten und noch immer zu kurz“, wollten wir dem Schicksal entgehen am Ende mit kleingeschnittenem Treibholz dazustehen und haben uns dem sehr faulen Trick bedient ein Standbein (rechts, wie man sehen kann) mit Filz zu stabilisieren oder händisch abschleifen bzw. abhobeln.

DIY-Treibholz

 

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